Millionen Menschen von Wintersturm in den USA betroffen

Millionen Menschen von Wintersturm in den USA betroffen

Ein Schneepflug fährt nachts durch starken Schneefall auf einer Straße, im Hintergrund sind rote Ampeln und Straßenlaternen zu sehen.

Stand: 24.01.2026 12:48 Uhr

Heftige Schneefälle und extreme Minustemperaturen sind vorhergesagt: Die USA bereiten sich auf einen starken Wintersturm vor. Viele Bundesstaaten haben den Notstand ausgerufen, Tausende Flüge fallen aus.

Die Menschen in den USA stellen sich auf einen der wohl härtesten Winterstürme der vergangenen Jahre ein. Der Sender ABC meldet, dass mehr als 180 Millionen Menschen in Alarmbereitschaft sind. Mindestens 18 Staaten haben demnach den Notstand ausgerufen – darunter New York, Georgia, Virginia, Louisiana, Arkansas, Tennessee, Mississippi und Texas. Damit können sie – falls notwendig – deutlich schneller Hilfsgelder und Personal mobilisieren.

“Millionen Menschen sind von katastrophalen Eis- und Schneeverhältnissen betroffen”, schreibt der Sender CNN. Die US-Medien veröffentlichten Bilder von leer geräumten Supermarktregalen und vorbereiteten Notunterkünften. “Das ist eine gefährliche Kombination aus viel Schnee und extrem niedrigen Temperaturen”, sagte New Yorks Gouverneurin Kathy Hochul.

In Supermärkten gibt es viele leere Regale.

Der Sturm werde sich über eine Entfernung von rund 3.000 Kilometern von New Mexico im Südwesten aus über das Wochenende bis nach Maine im Nordosten ausbreiten, warnte der Wetterdienst.

Luftverkehr besonders betroffen

Im Reiseverkehr gibt es bereits erhebliche Einschränkungen. Fluggesellschaften wie Delta Air Lines strichen zahlreiche Verbindungen und riefen Passagiere dazu auf, ihre Reisepläne zu ändern. Laut ABC wurden für das Wochenende mehr als 8.000 Flüge gestrichen. Am Großflughafen Dallas-Fort Worth wurden Daten der Analysefirma Cirium zufolge für Samstag bereits rund zwei Drittel aller geplanten Abflüge gestrichen.

Auch auf den Straßen droht Chaos: Für Teile des Südens, darunter Louisiana und Mississippi, sagten die Experten “katastrophale” Eisansammlungen voraus, die Straßen unpassierbar machen und Stromleitungen kappen könnten.

Wer kann, solle besser zu Hause bleiben und nicht mit dem Auto fahren, warnen Meteorologen.

“Dies ist ein gemeiner Sturm”

Die Meteorologen warnen vor heftigen Schneefällen, Eisregen und extremen Minustemperaturen. “Dies ist ein gemeiner Sturm”, sagte Jacob Asherman vom US-Wettervorhersagezentrum (WPC) mit Blick auf die Intensität und Ausdehnung des Unwetters. In den nördlichen Bundesstaaten Minnesota und den Dakotas sanken die gefühlten Temperaturen bereits auf lebensbedrohliche minus 45 Grad Celsius. In Texas weckt die Prognose Erinnerungen an den Eissturm von 2021, bei dem das Stromnetz zusammenbrach und Millionen Menschen tagelang ohne Strom ausharrten.

Der erst vor wenigen Wochen ins Amt eingeführte New Yorker Bürgermeister Zohran Mamdani kündigte an, die städtische Müllabfuhr in den “größten Schneeräum-Einsatz der Nation” umzuwandeln, um der erwarteten Schneemassen Herr zu werden.

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