Die Gewerkschaften haben eine Ausweitung der Streiks im öffentlichen Dienst der Länder angekündigt. Ab kommender Woche soll es Ausstände in Unikliniken, Kitas und Verwaltungen geben.
Die Gewerkschaften wollen ihre Warnstreiks im öffentlichen Dienst der Länder ab kommender Woche deutlich ausweiten. Betroffen sein sollen unter anderem Uniklinken und Verwaltungen, kündigte ver.di-Chef Frank Werneke an. Auch Erzieherinnen und Erzieher in Stadtstaaten könnten in den Ausstand treten, ebenso Beschäftigte von Straßenräumdiensten, Rechenzentren oder Finanzämtern.
Die Länder-Arbeitgeber hätten “trotz mehrfacher Aufforderung” kein verbindliches Angebot vorgelegt, so Werneke nach der zweiten Verhandlungsrunde in Potsdam. “In dieser Stunde sind alle Beschäftigten dazu aufgerufen, die Forderungen der Gewerkschaften zu unterstützen”, sagte Werneke.
“Streikaktionen massiv ausweiten”
Bereits in den vergangenen Wochen hatten ver.di und der mit ihm verhandelnde Beamtenbund dbb mit Ausständen für Beeinträchtigungen gesorgt. Betroffen waren etwa Kitas, Universitäten und Kliniken. “Die Gewerkschaften müssen offensichtlich den Druck erhöhen und die Streikaktionen massiv ausweiten”, sagte dbb-Chef Volker Geyer.
Die Warnstreiks dürften in den kommenden Wochen weiter hochgefahren werden – auch in den in mehreren Bundesländern anstehenden Winterferien. Werneke hatte bereits im Vorfeld erläutert, “mit einem vertretbaren Aufwand trotzdem eine große Wirkung” erzielen zu wollen. Die Streikkassen seien ausreichend gefüllt, hieß es bei ver.di.
Warnstreiks könnten Wochen andauern
Die Warnstreiks könnten vorerst bis zur abschließenden Runde dauern, die vom 11. bis zum 13. Februar geplant ist. Ver.di und dbb fordern für die mehr als 920.000 Tarifbeschäftigten der Länder sieben Prozent mehr Einkommen, mindestens aber 300 Euro mehr. Der Verhandlungsführer der Länder, Hamburgs Finanzsenator Andreas Dressel, zeigte sich dennoch zuversichtlich, dass ein Abschluss im Februar zustande kommt.
