Seit Tagen kämpft die Region rund um den Krüger-Nationalpark in Südafrika mit Überschwemmungen. Dabei sind mindestens zehn Menschen ums Leben gekommen. Jetzt wurde der Nationalpark vorsorglich gesperrt.
Nach heftigen Regenfällen in den vergangenen Tagen sind in Südafrika mindestens zehn Menschen bei Überflutungen gestorben. Die örtlichen Behörden der betroffenen Provinz Limpopo im Nordosten des Landes sprechen von einem Katastrophenzustand. Mehrere Orte sollen von der Außenwelt abgeschnitten sein.
Besonders verheerend waren die Überschwemmungen rund um den bei Touristen beliebten Krüger-Nationalpark. In einem nahegelegenen Dorf kamen laut Behörden neun Menschen ums Leben. Fast 200 Menschen mussten demnach evakuiert werden. Von den südafrikanischen Streitkräften veröffentlichte Bilder zeigten einen Armeehubschrauber, mit dem auf Bäume gekletterte Menschen gerettet wurden.
Die Region rund um den Krüger-Nationalpark im Nordosten des Landes ist besonders schwer betroffen.
Nationalpark gesperrt – Warnung vor Krokodilen
Als Vorsichtsmaßnahme wurde der Krüger-Nationalpark am Donnerstag angesichts der bestehenden Wetterprognosen vorläufig für Tagesbesucher geschlossen. Das teilte eine Sprecherin der Nationalparkbehörde SANParks mit. Bis zum Wochenende rechnen Meteorologen mit weiteren schweren Regenfällen in der Region.
Behörden warnten Anwohner außerdem vor Krokodilen oder Flusspferden, die durch übertretende Flüsse in Wohngebiete gelangen könnten.
Auch in der Nachbarprovinz Mpumalanga gab es bereits schwere Überflutungen. Dort entdeckten Rettungskräfte die Leiche einer Frau, die beim Versuch, einen Fluss zu überqueren, ertrunken war.
Seit dem Beginn der Regenzeit im November kamen dem südafrikanischen Zivilschutz zufolge mindestens 19 Menschen in dem Land bei den Fluten ums Leben.
Mosambik und Simbabwe auch betroffen
Die Nachbarländer Südafrikas sind ebenfalls von schweren Regenfällen, Sturzfluten und Erdrutschen betroffen. In Mosambik wurden Häuser und Autos überschwemmt. Gefährdete wurden evakuiert. Es gab auch Berichte über Todesopfer, die genaue Anzahl war zunächst unklar.
In Simbabwe starben seit Jahresbeginn rund 70 Menschen, mehr als 1000 Familien verloren ihr Zuhause. Medienberichten zufolge wurden Schulen, Krankenhäuser und Brücken beschädigt.
