Machado überreicht Trump ihre Friedensnobelpreis-Medaille

Machado überreicht Trump ihre Friedensnobelpreis-Medaille

Maria Machado überreicht Donald Trump in Washington ihren Friedensnobelpreis.

Stand: 16.01.2026 07:59 Uhr

In einem symbolischen Schritt hat die venezolanische Oppositionsführerin Machado ihre Friedensnobelpreis-Medaille dem US-Präsidenten übergeben. An Trumps Meinung, wer Venezuela führen soll, hat das offenbar aber nichts geändert.

Immer wieder hat US-Präsident Donald Trump den Friedensnobelpreis für sich gefordert. Nun hat ihm die Preisträgerin des vergangenen Jahres, die venezolanische Oppositionsführerin María Corina Machado, bei einem Treffen im Weißen Haus ihre Nobelpreis-Medaille überreicht. Damit habe sie ihre “Anerkennung für sein einzigartiges Engagement für unsere Freiheit” zum Ausdruck bringen wollen, so Machado.

Das Nobelkomitee in Oslo hatte jedoch schon vergangenen Freitag erklärt, dass der Preis weder übertragen noch geteilt werden könne. “Die Entscheidung ist endgültig und gilt für alle Zeiten”, hieß es in einer Stellungnahme des Instituts.

Trump bestätigt Übergabe der Medaille

Trump bestätigte später auf seiner Plattform Truth Social, dass Machado ihm die Medaille überlassen habe. Es sei eine Ehre gewesen, sie zu treffen. “Sie ist eine wunderbare Frau, die so viel durchgemacht hat. María überreichte mir ihren Friedensnobelpreis für die Arbeit, die ich geleistet habe”, schrieb Trump Beitrag. “Was für eine wunderbare Geste des gegenseitigen Respekts.”

Das Weiße Haus veröffentlichte ein Foto von Machado, wie sie neben Trump im Oval Office steht, während er die Medaille in einem großen Rahmen hält. In dem Rahmen steht ein Text, der lautet: “Überreicht als persönliches Symbol der Dankbarkeit im Namen des venezolanischen Volkes in Anerkennung von Präsident Trumps prinzipientreuen und entschiedenen Maßnahmen zur Sicherung eines freien Venezuelas.”

Machado hatte bereits zuvor angekündigt, den Friedensnobelpreis an Trump weitergeben zu wollen. “Was er getan hat, ist historisch. Es ist ein großer Schritt hin zu einem demokratischen Übergang”, sagte die Nobelpreisträgerin mit Blick auf den von den USA geführten Militäreinsatz, bei dem der frühere Präsident Nicolás Maduro gefangen genommen wurde.

Trump setzt weiter auf Rodríguez

Trump hatte Machado zu einem Mittagessen unter Ausschluss der Öffentlichkeit im Weißen Haus empfangen. Nach dem Treffen bezeichnete die Sprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, Machado als “eine bemerkenswerte und mutige Stimme” für das venezolanische Volk. Sie sagte jedoch zugleich, das Treffen bedeute nicht, dass sich Trumps Meinung über sie geändert habe.

Trump hat Maduros Vizepräsidentin Delcy Rodríguez seine Unterstützung zugesichert und erklärt, Machado verfüge nicht über ausreichende Unterstützung innerhalb Venezuelas, um das Land zu regieren. Leavitt fügte hinzu, Trump unterstütze neue venezolanische Wahlen “zur gegebenen Zeit”, sagte jedoch nicht, wann er diesen Zeitpunkt für gekommen hält.

Der Besuch stellte für die Oppositionsführerin ein gewisses Risiko dar; ihr Aufenthaltsort war seit ihrer Ausreise aus dem Land im vergangenen Jahr weitgehend unbekannt, nachdem sie in Caracas kurzzeitig festgenommen worden war. Dennoch begrüßte sie später zahlreiche Unterstützer, die nahe dem Weißen Haus auf sie warteten. “Wir können auf Präsident Trump zählen”, sagte sie der Menge.

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