Trump verhängt neue Zölle auf spezielle Hochleistungschips

Trump verhängt neue Zölle auf spezielle Hochleistungschips

NVIDIA GH200 Grace Hopper Superchip.

Stand: 15.01.2026 10:38 Uhr

US-Präsident Trump hat Zölle in Höhe von 25 Prozent auf bestimmte Computerchips verhängt. Gleichzeitig verschärft auch die chinesische Regierung ihre Maßnahmen mit Blick auf die Halbleiter.

Der Weg ist frei für den Export von hochleistungsfähigen KI-Chips aus den USA: Die US-Regierung hat eine entsprechende Regelung erlassen. Dabei werden jedoch Zölle in Höhe von 25 Prozent fällig, wie Präsident Donald Trump schon im Dezember angekündigt hatte und aus aktuellen Unterlagen des Präsidialamts hervorgeht. Begründet wurde der Schritt mit der nationalen Sicherheit. Ziel sei es, die Abhängigkeit von ausländischen Herstellern zu verringern und die Produktion in die USA zu verlagern.

Vor allem wird die US-Regierung damit den chinesischen Markt im Blick haben – fraglich ist aber, wie groß das Interesse von dort noch ist. Die Nachrichtenagentur Reuters berichtet mit Berufung auf Branchenkreise, dass die chinesische Regierung ein Importverbot auf Hochleistungschips aus den USA plant – um ebenfalls die heimische Produktion zu stärken.

Bestimmte Voraussetzungen für Zölle

Momentan werden die meisten Chips im US-Ausland gefertigt, vorrangig in Taiwan und weiteren asiatischen Ländern, weil die Produktionskosten deutlich geringer sind. Am Dienstag erließ das US-Handelsministerium eine Regelung, dass diese teilweise nicht direkt ausgeliefert werden dürfen, sondern zunächst in die USA importiert werden müssen. Als Grund gab das Ministerium an, dass sie vor der Ausfuhr von unabhängigen Laboren auf ihre Leistungsfähigkeit im KI-Bereich geprüft werden müssen.

Die Zölle werden dann formal bei der Einfuhr fällig. Ausnahmen soll es für Chips geben, die für den US-Markt bestimmt sind. Zudem darf die nach China gelieferte Menge 50 Prozent des Verkaufsvolumens in den USA nicht überschreiten. Darüber hinaus müssen die Unternehmen gewährleisten, dass der Bedarf in den USA gedeckt ist.

Sicherung der Zukunftstechnologie

Das markiert einen weiteren Schritt im Poker um die Zukunftstechnologie. Die USA hatten die Ausfuhr besonders leistungsfähiger Chips unter der Regierung von Joe Biden verboten. Im vergangenen Jahr verhängte Donald Trump zeitweise sogar noch drastischere Beschränkungen, dass auch eigens für den chinesischen Markt entwickelte KI-Chips nicht mehr exportiert werden durften.

Grundsätzlich geht es beiden Staaten darum, im KI-Sektor beim technologischen Fortschritt die Oberhand zu behalten. Hier liegen die US-Unternehmen Nvidia und AMD vorne. Allerdings haben eine Reihe chinesischer Firmen mittlerweile eigene Hochleistungschips entwickelt, und die chinesische Regierung ermutigt die Unternehmen, einheimische Produkte zu verwenden.

Das Nachrichtenportal The Information berichtete, dass die chinesischen Behörden den Import von H200-Chips nur unter besonderen Umständen genehmigen würden, etwa für Forschungsinstitute oder Universitäten. Die Chips aus der Serie H200 kommen aus der am zweitstärksten entwickelten Nvidia-Generation, ihr leistungsstärkerer Nachfolger darf weiterhin nicht exportiert werden.

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