So viele Menschen wie noch nie investieren in Aktien

So viele Menschen wie noch nie investieren in Aktien

Eine Person überprüft Börsenkurse auf einem Smartphone- und Laptopbildschirm.

Stand: 13.01.2026 13:33 Uhr

So viele Menschen wie noch nie investieren in Deutschland am Aktienmarkt. Laut Deutschem Aktieninstitut haben 2025 mehr als 14 Millionen Menschen ihr Geld an der Börse angelegt – ein Rekord.

Es ist ein Rekord: Mehr als 14 Millionen Menschen investieren in Deutschland inzwischen in Aktien, Aktienfonds oder ETFs. Allein im Jahr 2025 sind dem Deutschen Aktieninstitut (DAI) zufolge rund zwei Millionen neue Anlegerinnen und Anleger hinzugekommen.

Doch das DAI spricht nicht nur von einem Rekord, sondern von Stabilität. Trotz wirtschaftlicher Unsicherheiten, geopolitischer Krisen und hoher Lebenshaltungskosten investieren die Menschen weiter – und das offenbar langfristig. Seit 2016 ist die Zahl der Aktionärinnen und Aktionäre um gut fünf Millionen gestiegen.

ETFs weiter im Boom

Getragen werde der Aufschwung vor allem von Aktienfonds und ETFs, so das DAI. Rund zwölf Millionen Menschen setzen inzwischen auf diese Anlageformen – etwa 1,7 Millionen mehr als noch im vergangenen Jahr. Auffällig ist dabei, wie weit verbreitet Sparpläne sind: Mehr als die Hälfte der ETF-Anleger investiert regelmäßig. Anlegen wird damit für viele planbar und alltagstauglich.

Auch bei den Jüngeren setzt sich der bestehende Aktientrend fort. Unter den 14- bis 39-Jährigen investieren inzwischen fast fünf Millionen Menschen. ETFs und Sparpläne sind dabei sehr beliebt, während klassische Einzelaktien eine geringere Rolle spielen.

Auch der Anteil von Frauen am Aktienmarkt wächst weiter. Inzwischen investieren rund 5,4 Millionen Frauen in Aktien, Fonds oder ETFs und damit deutlich mehr als noch vor einem Jahr. Zwar stellen Männer weiterhin die Mehrheit, doch die Zahl der Anlegerinnen nimmt spürbar zu.

Anlegen weit verbreiteter Trend

Zwar investieren Menschen mit höherem Einkommen noch immer häufiger, doch der Kapitalmarkt ist längst kein Elitenprojekt mehr. Auch in unteren Einkommensgruppen legen inzwischen viele Menschen Geld in Aktien, Fonds oder ETFs an. Sparpläne erleichtern den Zugang und machen langfristiges Investieren auch mit kleineren Beträgen möglich.

In Bayern und Baden-Württemberg investiert mehr als jeder Fünfte in Aktien. In den ostdeutschen Bundesländern sind es bislang eher zwölf bis 14 Prozent – zuletzt nahm die Zahl der Anleger dort jedoch überdurchschnittlich stark zu.

Insgesamt zeigen die aktuellen Aktionärszahlen des DAI: Die Aktienanlage in Deutschland ist kein kurzfristiger Trend. Immer mehr Menschen investieren regelmäßig und langfristig, und das immer unabhängiger von Alter, Geschlecht, Einkommen oder Wohnort.

Mit Informationen von Bo Hyun Kim, ARD-Finanzredaktion.

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