Gericht kippt Trump-Baustopp für Offshore-Windpark

Gericht kippt Trump-Baustopp für Offshore-Windpark

USA Flagge vor einem Offshore Windpark des Energieentwicklers Ørsted vor Rhode Island.

Stand: 13.01.2026 07:53 Uhr

Der dänische Energiekonzern Ørsted baut vor der US-Ostküste einen großen Windpark. Im Dezember stoppte die Trump-Regierung das gewaltige Projekt. Nun hat ein US-Gericht diesen Baustopp gekippt.

Ein US-Bundesrichter hat in einer einstweiligen Verfügung den Stopp eines Windparkprojekts des dänischen Windenergiekonzerns Ørsted vor der US-Ostküste ausgesetzt. Das Projekt “Revolution Wind” werde in dem laufenden Rechtsstreit vermutlich Erfolg haben, erklärte Bundesrichter Royce Lamberth.

Die US-Regierung von Präsident Donald Trump hatte kurz vor Weihnachten alle größeren Offshore-Windprojekte vor den Küsten vorerst gestoppt, woraufhin Ørsted Klage einreichte.

Lamberth führte aus, das Projekt würde ohne eine einstweilige Verfügung “irreparablen Schaden” erleiden, und der Antrag des Unternehmens sei “im öffentlichen Interesse”.

Die Anordnung ermögliche die “sofortige Wiederaufnahme der betroffenen Aktivitäten”, hieß es auf der Website des Projekts. Die Bauarbeiten würden “so bald wie möglich wieder aufgenommen werden”.

US-Regierung sieht “nationale Sicherheitsrisiken”

Das US-Innenministerium hatte den vorläufigen Stopp mit “nationalen Sicherheitsrisiken” begründet. Minister Doug Burgum erklärte, Windräder könnten Radar- und Navigationsanlagen stören, zudem seien Windparks “teuer, unzuverlässig und stark subventioniert”.

Die Maßnahme betrifft insgesamt fünf Anlagen vor der US-Ostküste, die sich im Bau befinden. “Revolution Wind” ist schon zu fast 90 Prozent fertig – sie sollte schon Anfang des Jahres Strom für mehr als 350.000 Haushalte liefern.

Comments

No comments yet. Why don’t you start the discussion?

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *