Russische Angriffe auf die Ukraine: Großer Stromausfall in Odessa

Russische Angriffe auf die Ukraine: Großer Stromausfall in Odessa

Eine beschädigte Hochspannungs-Umspannstation in der Region Odessa. (Archivbild: 06.01.2026)

Stand: 12.01.2026 15:50 Uhr

Fast jeden Tag greift Russland die Energieinfrastruktur der Ukraine an. In den Großstädten des Landes sind viele Menschen ohne Strom – wie nun in der Hafenstadt Odessa. Und das bei zweistelligen Minusgraden.

Bei den jüngsten russischen Luftangriffen auf die Ukraine wurde die Hafenstadt Odessa am Schwarzen Meer besonders schwer getroffen: Dort sind seit der vergangenen Nacht rund 35.000 Haushalte ohne Strom, wie der örtliche Versorger DTEK mitteilte.

Laut Behörden wurde ein Gebäude der Infrastruktur sowie ein Wohnhaus getroffen. Zwei Menschen seien verletzt worden. Der Stromversorger sprach von einem schweren Schaden am Stromnetz. Deswegen brauche es Zeit, bis die Stromversorgung wiederhergestellt sei.

Keine Heizung bei Minusgraden

Die Energie- und Stromversorgung der Ukraine ist ein ständiges Ziel russischer Angriffe. Ähnlich wie in Odessa gibt es daher auch in anderen ukrainischen Großstädten weiterhin fast keinen Strom. Betroffen sind unter anderem die Hauptstadt Kiew und die viertgrößte Stadt Dnipro.

Mit dem Strom fielen oft auch Heizung und Warmwasserversorgung aus. Gleichzeitig herrscht in der Ukraine momentan eisiger Frost mit bis zu minus 18 Grad. Dadurch ist die Lage für Millionen Menschen im Land äußerst angespannt. Präsident Wolodymyr Selenskyj beschrieb solche Angriffe auf die Infrastruktur als “Haupttaktik Russlands”.

Auch Russland meldete in den vergangenen Tagen großflächige Stromausfälle infolge des Krieges. So seien nach einem ukrainischen Angriff in der russischen Oblast Belgorod nach Angaben des Gouverneurs Wjatscheslaw Gladkow zeitweise 600.000 Menschen ohne Strom gewesen.

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