Nordrhein-Westfalen: Sechs verwahrloste Kinder in Obhut genommen

Nordrhein-Westfalen: Sechs verwahrloste Kinder in Obhut genommen

Ein Kind wird von einem Feuerwehrmann in Menden auf den Armen getragen

Stand: 10.01.2026 08:29 Uhr

Im sauerländischen Menden haben Polizei und Feuerwehr sechs verwahrloste Kinder in einem Haus entdeckt. Sie kamen in ein Krankenhaus und sind in der Obhut des Jugendamts.

Es handele sich um drei Mädchen und drei Jungen im Alter von zwei bis elf Jahren, die Polizei und Feuerwehr in einem Haus in Menden-Lendringsen in Obhut genommen haben. Sie befanden sich offenbar allein in der Wohnung. Die Kinder kamen in eine Arnsberger Klinik.

Laut Polizei hatte ein Autofahrer die Beamten um kurz vor 15 Uhr über ein leicht bekleidetes, barfuß laufendes Kind vor dem Wohnhaus informiert. “Wir haben im Zuge dessen festgestellt, dass in der Wohnung noch weitere Kinder sind, denen es offensichtlich gesundheitlich nicht gut ging”, sagt Polizeisprechers Lukas Borowski .

Mutter kam zum Einsatzort

Die Feuerwehr war im Einsatz, weil sie eine Kohlenmonoxid-Vergiftung befürchtete. Das war letztlich aber nicht der Fall. Tierschützer haben drei Hunde aus der Wohnung in Obhut genommen. Auch Mendens Bürgermeisterin Manuela Schmidt (CDU) kam zum Einsatzort.

Außerdem ist die Mutter der Kinder vor Ort aufgetaucht. Sie wurde von der Polizei befragt. Über Ergebnisse des Gesprächs konnte die Polizeileitstelle des Märkischen Kreises aber noch keine Auskünfte erteilen.

Kindern geht es verhältnismäßig gut

Die Kinder kamen in ein Krankenhaus. Lebensgefahr bestand laut Polizei nicht. Es gehe ihnen aktuell verhältnismäßig gut. In die Wohnung zurückkehren werden sie am Freitag (09.01.2026) nicht. Die Kinder sollten in die Obhut des Jugendamtes gegeben werden, das in die Ermittlungen eingebunden worden sei.

Bei der Durchsuchung der Wohnung stellten die Beamten Betäubungsmittel sicher. Die Polizei hat Ermittlungsverfahren hinsichtlich des Verdachts der Kindeswohlgefährdung sowie des Besitzes von Betäubungsmitteln eingeleitet.

Unsere Quellen:

  • Polizei Märkischer Kreis
  • Nachrichtenagentur dpa

Sendung: WDR 4, Nachrichten, 09.01.2026, 17.30 Uhr
Sendung: WDR Fernsehen, WDR aktuell, 09.01.2026, 18.00 Uhr

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