Liveblog zum Sturmtief “Elli”: ++ Viele Schulen im Norden am Freitag zu ++

Liveblog zum Sturmtief “Elli”: ++ Viele Schulen im Norden am Freitag zu ++

Eine Mutter trägt die Schulranzen ihrer Kinder während sie im Schnee an einer Fußgängerampel in Hamburg warten.


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Stand: 08.01.2026 13:26 Uhr

Wegen der extremen Winterwetterlage bleiben Schulen in Hamburg, Bremen sowie Teilen von Niedersachsen am Freitag geschlossen. Die Fußball-Bundesliga sieht die Spiele am Wochenende nicht gefährdet.

Angesichts von Neuschnee und Minustemperaturen fordert der Paritätische Niedersachsen die Menschen auf, Wohnungslose nicht aus den Augen zu verlieren. “Wer bei Minusgraden auf der Straße lebt, ist real in Not. Kälte, Nässe und fehlender Schutz lassen den Körper schnell auskühlen – mit teils tödlichen Folgen”, sagte die Landesverbandsvorsitzende Kerstin Tack.

Es komme in diesen Tagen darauf an, dass niemand wegschaue, betonte Tack. “Jede Begegnung kann Leben retten: Menschen ansprechen, Hilfe anbieten und bei gesundheitlichen Warnzeichen sofort den Notruf wählen.”

In Schleswig-Holstein konnte ein zwölfjähriges Mädchen noch rechtzeitig aus dem Wasser geholt werden, nachdem sie durch zu dünnes Eis eingebrochen war, wie die Polizei mitteilte. Das Kind war mit seinem Hund an der Anlegestelle eines Sees in Mölln unterwegs, als beide auf die nicht tragfähige Eisfläche gerieten und einbrachen. Ein Mann zog das bereits fast komplett unter Wasser geratene Kind schließlich aus dem See. Der Hund konnte allerdings nicht gerettet werden.

Auch am Bodensee musste ein Mensch gerettet werden, dabei brach auch einer der Helfer ein. Beide konnten aus dem etwa drei Grad kalten Wasser gerettet werden. Sie wurden mit Unterkühlungen in ein Krankenhaus gebracht.

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) informiert laufend über die Warnsituation in Deutschland. Die Übersicht über alle aktuellen Wetterwarnungen finden Sie hier:

ARD-Wetterexperte Stefan Laps gibt in der tagesschau den Überblick über die erwartete Wetterlage über Deutschland.

Trotz des befürchteten Wetterchaos in den nächsten Tagen sind derzeit die Partien zum Jahresauftakt in der Bundesliga nicht gefährdet. Man schaue vor allem auf die Situation im Norden und bewerte die Situation täglich neu, sagte ein Sprecher der Deutschen Fußball Liga (DFL). Im besonders betroffenen Norden finden am Samstag mit Werder Bremen – TSG 1899 Hoffenheim, 1. FC Union Berlin – FSV Mainz 05 und FC St. Pauli – RB Leipzig drei Begegnungen statt.

Wegen des Winterwetters mit Glättegefahr bleiben am Freitag in den Stadtstaaten Hamburg und Bremen sowie in Teilen Niedersachsens die Schulen geschlossen. Nach Angaben der zuständigen Behörden gibt es aber Notbetreuung und teilweise Distanzunterricht. Allein in Hamburg und Bremen sind mehr als 350.000 Schülerinnen und Schüler betroffen.

Auch in niedersächsischen Landkreisen und Städten fällt der Unterricht in den Schulen aus, teilweise war dies bereits heute der Fall. Vor allem der Nordwesten des Bundeslandes ist betroffen. Die Entscheidung treffen die jeweiligen Behörden vor Ort. Laut Kultusministerium geschieht dies meist am Vorabend oder am frühen Morgen des jeweiligen Schultages.

Die Deutsche Bahn reduziert wegen des Winterwetters ihr Angebot im Fernverkehr in Teilen Norddeutschlands und empfiehlt Reisenden, ihre Fahrten zu verschieben. “Alle Fahrgäste, die bis einschließlich 7. Januar 2026 ein Ticket für eine Reise vom 8. bis zum 10. Januar 2026 gekauft haben und diese aufgrund der Winterwitterung verschieben möchten, können ihr Ticket zu einem späteren Zeitpunkt nutzen”, erklärte die Bahn.

Wegen des befürchteten Wetterchaos hat die Bundes-CDU ihre Vorstandsklausur in Mainz abgesagt. Eine Parteisprecherin verwies zur Begründung auf die “eindringlichen Wetterwarnungen und die damit verbundene Gefahrenlage”, die ein Festhalten an dem für Freitag und Samstag geplanten Treffen der Parteispitze zu gefährlich erscheinen ließen.

Deutschland steht eine turbulente Wetterlage bevor. Besonders ungemütlich soll es ab der Nacht zum Freitag werden, wenn Sturmtief “Elli” über Deutschland zieht. Schon jetzt sind vielerorts Einschränkungen zu spüren. Lesen Sie alle Entwicklungen in unserem Liveblog.

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