Unterschriftenliste: Eine Million Menschen für Böllerverbot

Unterschriftenliste: Eine Million Menschen für Böllerverbot

Eine Person zündet einen Böller mit einer Wunderkerze an.

Stand: 05.01.2026 14:54 Uhr

Privates Silvesterfeuerwerk sorgt weiter für Diskussionen. Ein Bündnis vieler Organisationen hat dem Innenministerium eine Liste mit einer Million Unterschriften dagegen übergeben. Minister Dobrindt ließ sich aber nicht blicken.

Mehr als eine Million Menschen haben in einer Unterschriftenliste ein Verbot privater Feuerwerke gefordert. Das von der Deutschen Umwelthilfe initiierte Bündnis #Böllerciao übergab die Liste dem Bundesinnenministerium. Zu den Initiatoren gehören unter anderem auch die Gewerkschaft der Polizei (GdP), die Bundesärztekammer, der Deutsche Tierschutzbund, PETA Deutschland und das Deutsche Kinderhilfswerk.

Eine weitere Petition der GdP Berlin für ein Böllerverbot wurde bis Montagmittag sogar von 3,25 Millionen Menschen unterstützt.

Das Bündnis fordert von Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) ein bundesweites Verkaufs- und Anwendungsverbot von privater Pyrotechnik an Silvester. Laut den Initiatoren gab es zum Jahreswechsel 2025/26 mindestens sieben Tote in Deutschland. Hinzu kämen zahlreiche Schwerverletzte, Brände und gesundheitsschädliche Feinstaubwerte.

Dobrindt ließ sich von Abteilungsleiter vertreten

Umwelthilfe-Geschäftsführer Jürgen Resch sagte, nach “den vielen Toten und Verletzten” stehe Dobrindt “vor seinem persönlichen Debakel”. Er hätte es in der Hand gehabt, “viele der Todesfälle und der unzähligen verletzten Menschen und zerstörten Wohnungen und Häuser zu vermeiden”.

Resch kritisierte, dass das Innenministerium den offenen Brief nicht auf Minister- oder Staatssekretärsebene habe entgegennehmen wollen. Dobrindt ließ sich laut Umwelthilfe durch einen Abteilungsleiter vertreten.

Der Bundesverband für Pyrotechnik und Kunstfeuerwerk hatte sich erneut gegen Einschränkungen ausgesprochen. Feuerwerk bleibe ein beliebtes Kulturgut. Das Problem seien illegale Pyrotechnik, Missbrauch und selbst gebautes Feuerwerk, erklärte der Verein.

Im Dezember waren sich die Innenminister von Bund und Ländern bei einem Treffen in Bremen über ein Böllerverbot nicht einig geworden .

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