Verbündete und befreundete Staaten Venezuelas haben die überraschende US-Aktion in dem südamerikanischen Land in scharfen Worten verurteilt. Kuba sprach von “Staatsterror”. Westliche Staaten äußerten sich zurückhaltender.
Russland hat den US-Angriff auf Venezuela und die Gefangennahme von Präsident Nicolás Maduro scharf verurteilt. Man sei “tief besorgt” über die Entwicklungen, so das russische Außenministerium. “Momentan ist es wichtig, eine weitere Eskalation zu verhindern und auf Dialog zu setzen”, hieß es aus Moskau.
Der kubanische Präsident Miguel Díaz-Canel sprach von einem “kriminellen US-Angriff” auf das verbündete südamerikanische Land. “Unsere Friedenszone wird gerade brutal angegriffen”, schrieb der Präsident des sozialistisch reagierten Karibikstaates auf X.
Díaz-Canel forderte die internationale Gemeinschaft auf, dringend darauf zu reagieren. Es handele sich um “Staatsterror gegen das mutige venezolanische Volk und gegen unser Amerika”.
In der Nacht zum Samstag hatten die USA Ziele in Venezuela angegriffen und nach Angaben von Präsident Trump den venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro und seine Frau gefangen genommen.
Iran fordert UN zum Handeln auf
Auch der Iran verurteilte die US-Militäraktion scharf. Es handle sich um eine “eklatante Verletzung seiner nationalen Souveränität und territorialen Integrität”, teilte das iranische Außenministerium mit.
Iran forderte den UN-Sicherheitsrat auf, “sofort zu handeln, um die unrechtmäßige Aggression zu stoppen” und die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen. Der Iran gilt als enger Verbündeter Venezuelas.
Westliche Staaten halten sich bislang zurück
Westliche Staaten halten sich mit offener Kritik zurück. Das spanische Außenministerium rief zur Deeskalation und zur Respektierung internationalen Rechts auf.
“Hochgefährliche Verschiebung der internationalen Ordnung”
Der SPD-Außenpolitiker Adis Ahmetovic kritisierte den US-Angriff auf Venezuela. “Was wir hier mutmaßlich erleben, ist eine hochgefährliche Verschiebung der internationalen Ordnung”, sagte der außenpolitische Sprecher der SPD.
“Wenn militärische Gewalt ohne UN-Mandat eingesetzt, Regime-Change offen betrieben und das Völkerrecht zur Verhandlungsmasse degradiert wird, dann ersetzt das Recht des Stärkeren zunehmend die Stärke des Rechts.”
