Nach dem Rücktritt der Regierung haben in Bulgarien erneut Tausende Menschen protestiert. Sie forderten vor allem den Einsatz von Wahlmaschinen bei der kommenden Parlamentswahl im Frühjahr – um Wahlbetrug und Stimmenkauf zu vermeiden.
Tausende Demonstranten sind in Bulgarien gegen Korruption sowie für eine Novelle des Wahlgesetzes auf die Straße gegangen. In der Hauptstadt Sofia und in mehreren größeren Städten wie etwa Warna und Plowdiw demonstrierten Menschen mit Flaggen und Lichtern, wie lokale Medien berichteten.
Die Protestierenden forderten unter anderem den Einsatz von Wahlmaschinen bei der Abstimmungen, um Wahlfälschung und Stimmenkauf zu vermeiden.
Demonstranten fordern Nutzung von Wahlmaschinen
Überwiegend junge Leute hatten in der vergangenen Woche mit massiven Demonstrationen gegen Korruption die prowestliche Koalitionsregierung um die konservative Gerb-Partei zum Rücktritt bewegt. Die alte Regierung führt nun bis zur Ernennung einer Interimsregierung die Geschäfte weiter.
Die geforderte Novelle des Wahlgesetzes soll dafür sorgen, dass bei der vorgezogenen Parlamentswahl im kommenden Frühjahr ausschließlich mit Wahlmaschinen abgestimmt wird – und nicht mehr wie bisher wahlweise mit Stimmzetteln oder mit Wahlmaschinen. Bulgarien tritt am 1. Januar der Eurozone bei. Dann ist nicht mehr der Lew, sondern der Euro Landeswährung.
Die Demonstranten blieben in Protestbereitschaft, sagte der Vorsitzende des prowestlichen Oppositionsblocks PP-DB, Assen Wassilew. Der Block hatte zu den Protesten aufgerufen.
