Zyklon in Südostasien: Allein 174 Tote auf Sumatra gemeldet

Zyklon in Südostasien: Allein 174 Tote auf Sumatra gemeldet

Geröll ist in einem Überschwemmungsgebiet in Padang (Provinz West-Sumatra, Indonesien) zu sehen.

Stand: 28.11.2025 14:52 Uhr

Mit dem ablaufenden Wasser und immer mehr Rettungseinsätzen zeigt sich das Ausmaß des Zyklons in Südostasien. Allein auf der indonesischen Insel Sumatra verloren 174 Menschen ihr Leben. Viele werden noch vermisst.

Die Zahl der Todesopfer infolge heftigen Regens ist allein auf der indonesischen Insel Sumatra auf mindestens 174 gestiegen. Das teilte die Katastrophenschutzbehörde mit. 79 Menschen wurden noch vermisst. Tausende Familien verloren ihr Obdach. Im Ort Batang Toru wurde auf einem Feld ein Massengrab für unbekannte Opfer angelegt.

Zwar hörte der Regen mittlerweile auf. Aber in der Region Padang Pariaman hatten Bewohner immer noch mit mindestens einem Meter Hochwasser zu kämpfen, während sie verzweifelt auf Rettungskräfte warteten. “Uns gehen die Vorräte und das Essen aus”, sagte Muhammad Rais. Der 40-Jährige hatte sich am Donnerstag in den zweiten Stock seines Hauses retten müssen, um sich vor den rasch steigenden Wassermassen in Sicherheit zu bringen.

Viele Länder sind von den Folgen des Zyklons betroffen.

Rettungseinsätze vielerorts mühsam

In Indonesien kämpfen sich die Rettungskräfte langsam in schwer erreichbare Gebiete vor. Ein Polizeisprecher aus der Provinz Nordsumatra sagte, neben den Schlammmassen machten auch Stromausfälle und ein Zusammenbruch der Telekommunikationsnetze den Helfern zu schaffen. Auch Brücken und Straßen wurden von Wasser und Erdrutschen zerstört. Vielerorts fehlt es an schwerem Gerät, um die Wege freizubekommen.

Retter sind mit Hubschraubern im Einsatz, um Hilfsgüter in isolierte Regionen und Menschen in Sicherheit zu bringen. In der Monsunzeit zwischen November und März kommt es in Teilen Indonesiens häufig zu schweren Überschwemmungen.

Zyklon führte länderübergreifend zu Verwüstungen

Ein Zyklon hatte heftige Regenfälle nach Indonesien gebracht, am Dienstag Flüsse über die Ufer treten lassen und Erdrutsche und Sturzfluten ausgelöst. Auch Thailand und Malaysia waren betroffen. Im Süden Thailands stieg die Opferzahl auf 145, wie Regierungssprecher Siripong Angkasakulkiat sagte. In Malaysia wurden zwei Tote bestätigt. 46 Menschen kamen Behörden zufolge weiter westlich in dem südasiatischen Inselstaat Sri Lanka ums Leben.

Allein in der thailändischen Provinz Songkhla kamen nach Stand vom Freitag 110 Menschen ums Leben. Weil sich das Hochwasser in vielen Gebieten zurückziehe, verliefen die Such- und Rettungseinsätze inzwischen erfolgreicher, sagte der thailändische Regierungssprecher.

Laut den jüngsten Angaben des Amts für Katastrophenschutz waren mehr als 1,2 Millionen Haushalte und 3,6 Millionen Menschen in zwölf südlichen Provinzen von dem Hochwasser betroffen.

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