Ernährungsreport: Worauf es Deutschen bei Lebensmitteln ankommt

Ernährungsreport: Worauf es Deutschen bei Lebensmitteln ankommt

Ein Mann steht vor einem Supermarkt mit einem vollen Einkaufswagen.

Stand: 27.11.2025 14:51 Uhr

Geschmack, Saison, Preis – das ist den Deutschen wichtig bei den Lebensmitteln, die sie in den Einkaufswagen legen. Verbraucher achten dem neusten Ernährungsreport zufolge wieder mehr auf die Preise – aber auch auf das Tierwohl.

Für immer mehr Verbraucherinnen und Verbraucher sind günstige Preise beim Einkauf ihrer Lebensmittel laut eigenen Angaben wichtig. Das zeigt der neue Ernährungsreport aus dem Bundeslandwirtschaftsministerium.

59 Prozent der Deutschen gaben in der Umfrage an, sich beim Einkauf an günstigen Preisen zu orientieren. Damit liegt der Wert beim inzwischen zehnten Ernährungsreport wieder so hoch wie beim ersten im Jahr 2015 – damals waren es 58 Prozent. Zwischenzeitlich war der Wert im Jahr 2020 auf 46 Prozent gesunken, seit 2021 steigt er wieder.

Geschmack bleibt am wichtigsten

Das wichtigste Kriterium bei Lebensmitteln bleibt in Deutschland aber der Geschmack – 93 Prozent der Befragten gaben an, dass er ihnen beim Einkauf wichtig sei. Dahinter folgt mit 79 Prozent Saisonalität bei Obst und Gemüse sowie mit jeweils 77 Prozent die regionale Herkunft der Produkte und die Tierhaltung.

Beim Tierwohl helfen den Verbraucherinnen und Verbrauchern dem Bericht zufolge auch Gütesiegel: 65 Prozent der Befragten achten laut den Angaben immer oder meistens auf ein Tierwohllabel, das Fleisch aus besonders tiergerechter Haltung kennzeichnet.

Gesund ist fast allen wichtig

Mehr Menschen als in den vergangenen Jahren sagten, sie legten Wert auf weniger Zucker, Fette oder Salz in verarbeiteten Lebensmitteln und Fertigprodukten: Das gaben 64 Prozent der Befragten an, 2019 waren es noch 58 Prozent gewesen. 90 Prozent gaben zudem “gesund” als sehr wichtigen oder wichtigen Aspekt beim Essen an. 57 Prozent war es laut eigenen Aussagen wichtig, dass das Essen schnell zubereitet wird – vor zehn Jahren waren es noch 45 Prozent gewesen.

24 Prozent der Befragten des diesjährigen Ernährungsreport gaben an, täglich oder mehrmals täglich Fleisch zu essen. Dem Ministerium zufolge waren es vor zehn Jahren noch zehn Prozentpunkte mehr – allerdings stagniert der Wert seit vergangenem Jahr, als er mit 23 Prozent minimal niedriger lag.

Von 2020 bis 2024 stieg auch der Anteil der Befragten, die “öfters” pflanzliche Alternativen zu Fleischprodukten kaufen, deutlich – von 29 auf 39 Prozent. Diesmal liegt der Wert bei 34 Prozent.

Zehn Jahre Ernährungsreport

Der Ernährungsreport “Deutschland, wie es isst” wird seit 2015 jährlich im Auftrag des Bundeslandwirtschaftsministeriums erstellt. Für die repräsentative Studie befragt das Meinungsforschungsinstitut Forsa rund 1.000 Menschen in Deutschland ab 14 Jahren. 

Landwirtschaftsminister Alois Rainer (CSU) erklärte bei der Vorstellung des Reports, ihm sei es wichtig, dass Lebensmittel für alle Bevölkerungsgruppen erschwinglich blieben. “Wir dürfen also nicht noch mit zusätzlichen staatlichen Aufschlägen das Angebot künstlich verteuern.”  Er bekräftigte zudem, dass die Bundesregierung “keine Vorgaben” mache, “was auf den Tisch kommt”.

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