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Prognose des Spendenrats: Die Deutschen spenden weniger als 2024
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Prognose des Spendenrats: Die Deutschen spenden weniger als 2024

By Abrar Hussain
November 27, 2025 2 Min Read
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Ein Mann steckt einen Geldschein in ein Spendenglas.

Stand: 27.11.2025 16:19 Uhr

Gemeinnützige Organisationen müssen sich in diesem Jahr auf weniger Spenden einstellen. Nicht nur die Summe, auch die Zahl der privaten Spender in Deutschland geht zurück. Die Gründe sind nach Einschätzung des Spendenrats vielfältig.

Die Menschen in Deutschland haben 2025 bislang weniger gespendet als im Vorjahr. In den ersten neun Monaten dieses Jahres wurden knapp 2,8 Milliarden Euro gespendet, wie aus einer Erhebung des Deutschen Spendenrats hervorgeht. Das sind 14 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum (rund 3,2 Milliarden Euro). 

Die Höhe der durchschnittlichen Spende stieg jedoch auf ein Rekordniveau von 41 Euro pro Spende. Das entspreche drei Euro mehr als 2024. “Wer spendet, spendet bewusster und großzügiger. Das ist ein starkes Signal in schwierigen Zeiten”, sagte der Vorstandsvorsitzende des Deutschen Spendenrats, Ulrich Pohl.

Prognose: “Moderater Rückgang”

Insgesamt wird für das Gesamtjahr ein Spendenaufkommen von rund 4,7 Milliarden Euro prognostiziert. Dies sei “ein moderater Rückgang, der mit den herausfordernden Rahmenbedingungen zu erklären ist”, so der Spendenrat.

Dass die Spendenbereitschaft auch vom Alter abhängt, zeigt sich beispielsweise beim Vergleich zweier Gruppen: Während in der Altersgruppe der 60- bis 69-Jährigen elf Prozent mehr gespendet wurde als im Vorjahreszeitraum, sank das Spendenaufkommen der Generation ab 70 Jahren um 27 Prozent.

Die Zahl der Privatpersonen, die gespendet haben, ging ebenfalls zurück. Von Januar bis September 2024 spendeten 13,2 Millionen Menschen – in diesem Jahr sind es bisher nur 11,8 Millionen gewesen. 

Inflation, Verunsicherung, Erschöpfung

Als mögliche Begründung für das gesunkene Spendenaufkommen verweist der Spendenrat auf die Budgets vieler Haushalte – die etwa durch Inflation, hohe Lebenshaltungskosten, Verunsicherung durch anhaltende Rentendiskussionen und hohe Pflegekosten eingeschränkt seien. Zudem führten viele globale Krisen zu einer gewissen Erschöpfung. Dennoch zeigten die Daten: “Die Menschen wollen wirksame Projekte unterstützen, besonders im eigenen Umfeld.” 

Die Ergebnisse basieren auf einer Umfrage des Markt- und Meinungsforschungsinstituts Yougov im Auftrag des Deutschen Spendenrats. Als Spende zählen demnach die von deutschen Privatpersonen getätigten Geldspenden an gemeinnützige Organisationen, Hilfs- sowie Wohltätigkeitsorganisationen und Kirchen. Dinge wie Erbschaften, Spenden an politische Parteien oder Großspenden über 2.500 Euro seien nicht enthalten.

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Abrar Hussain

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